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GSoA im AufwindDen jungen Armeegegnern zollt sogar die SVP Respekt

Die Beinahe-Sensation bei der Kampfjetvorlage ist der Erfolg einer neuen Generation an der Spitze der Gruppe Schweiz ohne Armee. Schon bald folgt ihre nächste Schlacht.

Lewin Lempert und Judith Schmid in der Zürcher Kommandozentrale der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA).
Lewin Lempert und Judith Schmid in der Zürcher Kommandozentrale der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA).
Foto: Raisa Durandi

Es riecht ein bisschen nach Revolution. Der Raum ist tapeziert mit den Plakaten vergangener Schlachten, von der Armeeabschaffungsabstimmung aus dem Jahr 1989 bis hin zum jüngsten Projekt, der Kriegsgeschäfteinitiative. Judith Schmid und Lewin Lempert sitzen an einem runden Holztisch in einem unscheinbaren Bürogebäude im Zürcher Kreis 5. Das letzte Gefecht hätten die beiden Sekretäre der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) beinahe gewonnen und tatsächlich eine kleine Revolution angezettelt.

Am 27. September bewilligte die Schweiz nur dank einem Zufallsmehr einen Milliardenkredit für den Kauf neuer Kampfjets. Bei einem Ja wäre die Zukunft der Schweizer Armee düster gewesen. Die Euphorie auf dem Sekretariat ist noch spürbar. 500 neue Mitglieder sind seit dieser Abstimmung dazu gekommen. Der Kampfgeist ist gestärkt. Jetzt träumen Lewin und Schmidt davon, mit der Kriegsgeschäfteinitiative der Rüstungsindustrie den Geldhahn abzudrehen. Die Forderung sei keine Träumerei, sagt Schmid: «Nachhaltige Investitionen sind im Trend. Das zeigt eben auch auf, dass sie machbar sind.»

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