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Spitaldirektorin schlägt im Interview Alarm«Auf unserer Isolierstation mit 36 Betten lagen maximal 6 Patienten»

Orsola Vettori warnt, die Spitäler seien mit einer «toxischen Situation konfrontiert». Der Corona-Ansturm in Zürich kam nicht, hunderte Millionen könnten fehlen – aufgrund fehlender Operationen.

«Was klar ist: Einige Spitäler sind ‘too big to fail’. Ich habe Angst, dass die Regionalspitäler am meisten leiden werden»: Orsola Vettori leitet das Spital Zollikerberg.
«Was klar ist: Einige Spitäler sind too big to fail. Ich habe Angst, dass die Regionalspitäler am meisten leiden werden»: Orsola Vettori leitet das Spital Zollikerberg.
Foto: Samuel Schalch 

Das Spital Zollikerberg scheint ausgestorben, niemand fährt vor, auf den Gängen ist kaum jemand anzutreffen.

Die Situation hat etwas Surreales. Einerseits sind wir in einem Ausnahmezustand. Wir mussten uns auf einen Ansturm vorbereiten. Aber dieser ist nicht gekommen. Auf der Isolationsstation, die wir mit 36 Betten eingerichtet haben, lagen bisher nie mehr als 6 Corona-Patienten. Im ganzen Kanton waren es beim Höchststand 200 stationäre Fälle. Inzwischen sind es noch 165.

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