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Podcast zum Schweizer FussballDer Blick in die tiefsten Tiefen der Super League

Brennt in Vaduz noch ein Lichtlein? Sind der Misserfolg und der FC Sion für immer miteinander verbunden? Und wer ist derzeit klar unter Wert geschlagen? Antworten in der «Dritten Halbzeit».

Kurz vor dem Start der Winterpause beginnt unser Podcast bereits mit der Zwischenbilanz. In der aktuellen Sendung geht es um die Mannschaften, die derzeit auf den Rängen 10 bis 6 stehen. Ausserdem gibt es einen Kürzest-Blick in die Challenge League. Und sei es nur, um aufzulösen, welcher Lieblingstrainer der «Dritten Halbzeit» total entzaubert worden ist.

FC Vaduz, Rang 10

«Ich habe keine grosse Hoffnung, dass sie es noch schaffen. Schlussendlich reicht die Qualität nicht in dieser Mannschaft.» So nüchtern analysiert Ex-Profi Kay Voser den FC Vaduz. Und so sieht auch die Leistungskurve des Teams aus. Wer sich ständig weniger und auch noch schlechtere Chancen herausspielt, als er sie dem Gegner anbietet, darf sich über Niederlagen nicht wundern.

FC Sion, Rang 9

«Da fehlt es an Qualität. Und es fehlt an Führungsqualitäten. Daran kann man die Krise festmachen.» Das meint unser Walliser Korrespondent Samuel Burgener über die Lage des FC Sion, «es ist kein Zufall, dass der FC Sion schon wieder am Tabellenende steht». Schlecht aus Blick der Sittener: Auch wenn sie in den letzten Spielen vier Punkte gewonnen haben, deuten die Leistungskurven in die falsche Richtung.

FC Luzern, Rang 8

«Ich habe den Eindruck, dass die Luzerner nach einer kurzen Wintervorbereitung mehr machen werden aus ihrem Potenzial», sagt Tilman Pauls von der «Basler Zeitung». «Wenn ich die Luzerner spielen sehe, wundere ich mich, wenn ich auf die Tabelle gucke und sehe, dass sie nur auf Rang 8 liegen.» Die Leistungskurven stützen Pauls: Auch wenn die Resultate durchmischt bleiben, erarbeitet sich das Team mehr Chancen, als dass es sie dem Gegner zugesteht.

Servette, Rang 7

«Mir gefällt, was die Genfer machen», sagt Thomas Schifferle, «und mit Gaël Clichy haben sie einen neuen Spieler, der in der Deutschschweiz vielleicht etwas unter dem Radar läuft. Der aber eine grosse Karriere hingelegt hat in der Premier League.» Die Kurven sind bei Servette seit der letzten Saison immer recht nahe beieinander. Spricht für eine Endposition im Mittelfeld der Tabelle.

Lausanne-Sport, Rang 6

«Lausanne geht einen durchaus mutigen Weg», sagt Schifferle zu Lausanne, «die Spieler, die sie geholt haben, sind alle sehr jung. Da ist es klar, dass du gewissen Schwankungen ausgesetzt bist. Aber das ist ja nicht per se unsympathisch.»

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1 Kommentar
    Kurt Blatter

    Mir fehlen Äusserungen/Kritiken in den Medien zu den momentanen Corona-Verhaltensregeln im Fussball und Eishockey der obersten Liga. Seinerzeit zu Beginn des Lockdowns durften sich Spieler nur mittels Ellbogen oder Faust gegen Faust zu Torerfolgen beglückwünschen. Das klappte gar nicht so schlecht und machte sogar einen professionellen Eindruck! Jetzt, besonders jetzt, wo die Fallzahlen stetig steigen, sieht man null und nichts mehr von diesen Vorsichtsmassnahmen. Spieler umarmen und küssen sich, legen sich auf- und übereinander. Man hört von keinem Trainer, geschweige denn Sportdirektor, der zumindest dem eigenen Team solches Verhalten verbietet. Dabei hätte gerade der Spitzensport jetzt eine Vorzeigefunktion. Ist es verwunderlich, tauchen mehr und mehr Ansteckungen innerhalb vieler Mannschaften auf?