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MedizingeschichteDer Blick ins Innerste

Vor genau 125 Jahren entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen. Sie sollten die Medizin für immer verändern.

Röntgen engagierte als Testkandidatin seine Frau Bertha. Kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember 1895, gelingt ihm schliesslich jene weltberühmte Aufnahme ihrer Hand. Gut zu erkennen sind die Knochen und ihr Ehering.
Röntgen engagierte als Testkandidatin seine Frau Bertha. Kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember 1895, gelingt ihm schliesslich jene weltberühmte Aufnahme ihrer Hand. Gut zu erkennen sind die Knochen und ihr Ehering.
Bild: DEUTSCHES RÖNTGEN-MUSEUM

Die Geschichte klingt unglaublich, geradezu wie aus dem Plot eines Hollywoodfilms: Sie beginnt mit einem dummen Streich, jemand hatte eine Karikatur des Lehrers an die Tafel gemalt, mehr soll es nicht gewesen sein. Der junge Wilhelm Conrad Röntgen, 16 oder 17 Jahre alt, sollte nun dem Lehrer verraten, welcher Mitschüler zu bestrafen sei. Röntgen aber schwieg – und flog ohne Abitur von der Schule. Dass ausgerechnet er es sein wird, der 1901, quasi auf dem zweiten Bildungsweg, den ersten Physik-Nobelpreis der Welt kassiert, scheint in diesem Moment unvorstellbar.

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