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Kriminelle Polizisten in ItalienDer Clan der Carabinieri

Drogengeschäfte, Erpressung, Folter: In Piacenza ist ein Polizeiposten geschlossen worden, weil die Beamten im Schutz ihrer Uniform selbst kriminell gewesen sein sollen – auch während des Lockdown.

«Uns erwischt man nicht»: Die Verdächtigen fühlten sich vor der Festnahme bestechend sicher.
«Uns erwischt man nicht»: Die Verdächtigen fühlten sich vor der Festnahme bestechend sicher.
Foto: Guardia di Finanza/Keystone 

In Italien reden sie von «faulen Äpfeln», wenn mal wieder ein Polizist vom rechten Weg abgekommen ist. Damit die Schande eines Einzelnen nicht auf das gesamte Korps fällt. In dieser Geschichte allerdings war ein ganzer Posten der Carabinieri faul. Eine «volle Ernte fauler Äpfel», wie die Zeitung «La Stampa» es nennt. Nur ein Rekrut der Kaserne Levante im Zentrum von Piacenza in der norditalienischen Emilia mochte an den mafiösen Aktivitäten der Bande in Uniform nicht teilnehmen. An den illegalen Verhaftungen, am Drogenhandel, an Erpressung, Fälschungen amtlicher Dokumente und an der Folter rivalisierender Dealer.

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