Zum Hauptinhalt springen

Rettung des «einsamsten Elefanten» Ist es richtig, hunderttausende Franken für die Rettung eines einzigen Tieres auszugeben?

Nach Jahrzehnten der Verwahrlosung erhält Kaavan einen würdigen Platz für seinen Lebensabend. So verlief seine Reise in die Freiheit.

Die letzten Tage von Kaavan im Zoo Marghazar in Islamabad, kurz vor dem Abflug zum neuen Zuhause in Kambodscha.
Die letzten Tage von Kaavan im Zoo Marghazar in Islamabad, kurz vor dem Abflug zum neuen Zuhause in Kambodscha.
Foto: Sohail Shahzad (EPA)

Es gibt nicht viele echte Elefanten, die Fans auf der ganzen Welt haben. Seine wohl prominenteste Unterstützerin, die US-Sängerin und Tierschützerin Cher, war jedenfalls da, als Kaavan auf seine grosse Reise ging. Der Elefant wurde vorsichtig sediert und dann in eine eigens konstruierte Transportbox geführt, ein Vorgang, den er Wochen vorher trainiert hatte. Kaavan wurde berühmt als «einsamster Elefant der Welt». Cher twitterte am 21. Mai dieses Jahres: «Dies ist einer der grössten Momente meines Lebens!» – der Grund: «Kaavan ist frei!»

In dieser Transportbox wird der Elefant transportiert.
In dieser Transportbox wird der Elefant transportiert.
Foto: Anjum Naveed (AP)

Kaavans Geschichte beginnt im Jahr 1985, als Junius Richard Jayewardene, selbst ernannter Präsident von Sri Lanka, dem Staatsoberhaupt von Pakistan ein Geschenk machen möchte. Als Kaavan ein Jahr alt ist, wird er in einen Käfig geführt, nach Pakistan transportiert und im Marghazar-Zoo von Islamabad in die Lehmhütte und das Gehege gebracht. Der Zoo gehört zu den Attraktionen der Musterstadt, die erst in den 1960er-Jahren gebaut wurde und bis 1985 auf etwa 250000 Einwohner angewachsen war. Heute wirkt der Zoo wie ausgebombt. Die Rasenflächen sind verdorrt, die Wassergräben verschlammt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.