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Zulassungen um die Hälfte gesunkenDer EU-Automarkt bricht ein

In Spanien sind im Januar halb so viele Autos zugelassen worden als sonst. In Deutschland beträgt der Rückgang fast ein Viertel.

Trotz steigender Nachfrage bei Elektroautos: Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren. VW ID.3 (oben) und ID.4 bei einem Pressetermin in einem Autoturm in Wolfsburg.
Trotz steigender Nachfrage bei Elektroautos: Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren. VW ID.3 (oben) und ID.4 bei einem Pressetermin in einem Autoturm in Wolfsburg.
Foto: Peter Steffen (Keystone)

Der Automarkt in der Europäischen Union ist zu Jahresbeginn wegen der Corona-Massnahmen eingebrochen. Im Januar wurden in der EU mit 726'491 Autos 24 Prozent Pkw weniger neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

In Deutschland hatte das «Kraftfahrtbundesamt» schon mitgeteilt, dass fast ein Drittel weniger Autos neu angemeldet wurden. Zu den Lockdown-Effekten kam hinzu, dass die zeitweilige Mehrwertsteuersenkung Ende 2020 ausgelaufen war, mit der die Regierung die Konjunktur wieder ankurbeln wollte.

VW ist von der Pandemie besonders heftig getroffen. Das Volkswagen-Werk in Wolfsburg. (Archivbild)
VW ist von der Pandemie besonders heftig getroffen. Das Volkswagen-Werk in Wolfsburg. (Archivbild)
Foto: Axel Heimken (Keystone)

In Spanien fiel der Rückgang um gut die Hälfte im Januar noch kräftiger aus. In Italien sanken die Neuzulassungen um 14 Prozent. Frankreich erwies sich mit einem Minus von 5,8 Prozent als recht robust. Frankreich und Schweden (mit einem Plus von 22,5 Prozent) waren den Acea-Angaben zufolge die einzigen EU-Länder, die einen prozentual zweistelligen Rückgang vermeiden konnten.

Die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW fuhren allesamt zweistellige Rückgänge ein, am schwersten davon traf es Volkswagen. Opel aus dem französisch-italienischen Stellantis-Konzern (Peugeot, Fiat) kam auf ein Minus von 32,4 Prozent.

SDA/oli

27 Kommentare
    Peter Colberg

    Eine ziemliche Katastrophe, das ganze. Worauf es jetzt wirklich ankommt, ist auch wirklich alle Senioren und immunschwachen Mitbürger auf Teufel komm raus zu impfen, die letzteren danach angesichts der Mutationen zur Quarantäne zu verpflichten, und die Wirtschaft unter Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen wieder zu 100% anzukurbeln. So wie jetzt geht es nicht weiter, und die Arbeitslosenquote wird mit dem absehbaren Ende der staatlichen finanziellen Unterstützung bald im zweistelligen Bereich sein. Fakt ist doch, dass die strengen Massnahmen hauptsächlich zum Schutz der am meisten vom Virus bedrohten Bevölkerungsgruppen ausgelegt wurden: die junge Generation braucht jetzt dringend Unterstützung. Dass die selbstgefälligen EU Bonzen bei der Planung und Bestellung der genehmigten Impfstoffe völlig versagt haben (ja, auch die Uschi) ist für die Mehrheit der EU Bürger (und CH Bürger) eine unerwartete Ohrfeige: die Hoffnung auf Besserung ist unterdessen wieder flöten gegangen. Keine Planung, widersprüchliche Meldungen, und Angstmacherei haben bei der politischen Elite deutlich Hochkonjunktur. Egal, es betrifft die letzteren mit einem Anrecht auf vorzeitige Impfung überhaupt nicht - etwa nach dem Motto "uns geht es gut". Was diese Bonzen vergessen haben, ist dass Ungewissheit für Unternehmen, aber auch für Arbeitnehmer das allerschlimmste ist, was es gibt: in einem solchen Umfeld werden viele den Kauf eines schönen neuen Autos nicht in Betracht ziehen - verständlicherweise, oder?