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Super League: FCZ – LausanneDer FCZ schwächelt daheim weiter

Gegen Lausanne zittert er sich trotz früher Führung zu einem 1:1. In Erinnerung bleibt eine herausragende Aktion von Antonio Marchesano.

Der FCZ kommt nicht aus dem Straucheln heraus: Benjamin Kololli kämpft gegen Noah Loosli (links) und Cameron Puertas um den Ball.
Der FCZ kommt nicht aus dem Straucheln heraus: Benjamin Kololli kämpft gegen Noah Loosli (links) und Cameron Puertas um den Ball.
Foto: Keystone

Am Ende muss sich der FC Zürich fragen: Was ist bloss los gewesen in der zweiten Halbzeit? Wieso dieser Einbruch, diese miserable Leistung? Er zittert sich zu einem 1:1 gegen Lausanne und kann froh darüber sein. Trainer Massimo Rizzo sagt, der Gegner habe den Ausgleich «absolut verdient».

Es ist das x-te Heimspiel in Folge, in dem sich seine Mannschaft derart schwer tut, über 90 Minuten einigermassen den Rhythmus zu halten. Von den letzten neun hat sie fünf verloren und nur eines gewonnen, jenes gegen Basel, als sie dank sehr viel Defensivfussball zum 2:0 kam. «Das müssen wir miteinander anschauen», sagt Rizzo.

Magie im Letzigrund

Dabei läuft es gegen Lausanne bald einmal nach Plan. Nach zwölf Minuten drückt Blaz Kramer den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Das Bestechende daran ist die Vorarbeit von Antonio Marchesano. Wie er den Ball so aus grosser Höhe annimmt, dass er ihm am Fuss kleben bleibt, wie er danach zwei Verteidiger auf engstem Raum abschüttelt und den Pass zu Kramer spielt – das hat schon fast Magie.

Marchesano bietet sich nach einer halben Stunde die Chance zu einem weiteren Erfolg, sein Volleyschuss fliegt nur knapp am Tor vorbei. Der FCZ geht auch so mit der knappen Führung zufrieden in die Pause, Lausanne tut das ebenso, weil das Resultat wenigstens noch die Aussicht auf eine Korrektur zulässt.

Die zweite Halbzeit wird vom Gast dominiert, von A bis Z. Das 1:1 in der 66. Minute von Evann Guessand, der sich leichtfüssig gegen Nathan durchsetzt, hat sich angekündigt. Oder wie es Rizzo sagt: «Wir haben um das Gegentor gebettelt.» Der FCZ ist auf erschreckend schlechtes Niveau abgesunken, er ist nur noch passiv, ohne jede Ausstrahlung, ohne jede Gefahr für das Lausanner Tor. Dafür braucht er kurz vor Schluss noch eine starke Parade von Yanick Brecher, der einen harten Distanzschuss von Cameron Puertas aus der tiefen Ecke holt.

ths.