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Kolumne Christian Seiler: Perfekte SeezungeHören Sie auf Ihren Fischhändler!

Forelle ist gut, Saibling ist gut. Aber manchmal sind Fische aus dem Meer mehr.

Diese Seezunge hatte die richtige Farbe – und war unvergleichlich delikat.
Diese Seezunge hatte die richtige Farbe – und war unvergleichlich delikat.
Foto: Robin Kranz & Volker Hobl

Ich mag Saiblinge, ich mag Forellen. Aber manchmal liebe ich auch das Beste aus dem Meer. Deshalb strich ich zuletzt wie ein Waschbär um das Geschäft meines Fischhändlers herum; ich begehrte eine Seezunge. Der grau und schwarz glänzende Fisch, zugehörig zur Ordnung der Pleuronectiformes, der Plattfische, war etwa vierzig Zentimeter lang und gut gebaut. Ich konnte die dicken Filets mit einem leisen Druck der Finger spüren. Der Druck hinterliess nicht die geringste Delle im Fleisch, ein gutes Zeichen für die Frische meines Exemplars.

Natürlich diskutierten der Fischhändler und ich sofort die Frage der geeigneten Zubereitung. Als er mir vorschlug, die Sole an der Gräte zu braten, witterte ich eine gewisse Unlust seinerseits, das Zerlegen des Fisches betreffend, und entschied mich partout anders: Ich bat darum, mir den Fisch zu filetieren und die Karkasse einzupacken.

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