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Wild auf dem Friedhof HörnliEtappensieg für Stiftungen: Reh-Abschuss fürs Erste gestoppt

Die Stadtgärtnerei will den Wildtierbestand auf dem Gottesacker mittels Jagd dezimieren. Dagegen formiert sich breiter Widerstand. Dieser hat jetzt erreicht, dass die Rehe eine Gnadenfrist bis zum 20. Juni erhalten.

Rehe fühlen sich auf dem Gottesacker wohl, weil sie auf dem grössten Friedhof der Schweiz viele Verstecke und zu fressen finden und nicht durch Hunde oder Jogger gestresst werden.
Rehe fühlen sich auf dem Gottesacker wohl, weil sie auf dem grössten Friedhof der Schweiz viele Verstecke und zu fressen finden und nicht durch Hunde oder Jogger gestresst werden.
Foto: Stefan Leimer

Rund 25 Rehe tummeln sich auf dem unteren Teil des Friedhofs Hörnli. Wie der Leiter der Stadtgärtnerei Basel-Stadt, Emanuel Trueb, erklärt, handle es sich um einen festen Bestand. Die Geissen, Böcke und Kitze würden zwischen den Grabstätten und Gebäuden fressen, schlafen und und hätten sich während der letzten Jahre fleissig fortgepflanzt. «Die Tiere kehren nicht mehr zurück in den anliegenden Wald. Sie kennen das Areal rund um den Friedhof vermutlich gar nicht und lassen sich auch nicht hinaustreiben. Weil sie keine Gefahr durch Jogger, Hunde oder Biker erfahren, gibt es für sie auch keinen Grund, weshalb sie wieder hinausgehen sollten», sagt Trueb. Auf der einen Seite mögen Rehe für Trauernde eine Art Trost spenden. Auf der anderen Seite richten die Paarhufer Schäden an Grabschmuck und Pflanzen an, denn sie fressen mit Vorliebe Knospen und Triebe von jungen Pflanzen. Gemäss Trueb belaufen sich die Schäden auf rund 100’000 Franken pro Jahr, Arbeitsstunden zu deren Beseitigung inbegriffen.

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