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Interview mit Sophie Passmann«Diese Selbsterhöhung im Bio-Markt»

Sophie Passmann wirft in ihrem neuen Buch «Komplett Gänsehaut» dem linken Bürgertum Privilegien-Blindheit vor. Die 27-Jährige gehört selbst zu diesem Milieu.

Sie schreibt eine Kolumne für das «Zeit Magazin», hat seit 2020 den Podcast «Jubel & Krawall» und 350’000 Followerinnen und Follower auf den sozialen Medien: Die deutsche Autorin Sophie Passmann.
Sie schreibt eine Kolumne für das «Zeit Magazin», hat seit 2020 den Podcast «Jubel & Krawall» und 350’000 Followerinnen und Follower auf den sozialen Medien: Die deutsche Autorin Sophie Passmann.
Foto: Jonas Holthaus

In Ihrem neuen Buch «Komplett Gänsehaut» schreiben Sie: «Liebeskummer ist das emotionale Äquivalent zu einem verlängerten Wochenende in Zürich, extrem teuer und am Ende den Aufwand nicht wert.» Wo waren Sie denn?

Ich war aus Klischeegründen in der Kronenhalle essen. Und ich habe den dümmsten Move einer Deutschen gemacht: Ich war bei H & M und habe mir für das Dreifache, was ich in Deutschland bezahlt hätte, was gekauft. Wahnsinnig teure Strumpfhosen habt ihr in Zürich.

Sie greifen in Ihrem Buch das linke Bürgertum an. Ein Milieu, zu dem Sie selbst gehören. Warum?

Ich finde, das Milieu hat es verdient. Die Erzählerin, die so tut, als würde sie alles wissen und verstehen, ist davon meilenweit entfernt. Ich wollte die Milieubeschreibung, die hart und treffend sein darf, damit vermischen, dass ich die Erzählposition der Erzählerin auflaufen lasse. Es ging mir um ein Phänomen, das ich zeigen wollte.

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