Der Krampf der Freiwilligen

In Ohio mobilisiert sich die weisse Wählerschaft in den Vororten für Trump.

Auf der Jagd nach Wähler: Das Freiwilligen-Team aus Canton, Ohio.

Auf der Jagd nach Wähler: Das Freiwilligen-Team aus Canton, Ohio. Bild: David Haeberli

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Anhänger von Trump kämpfen in Stark County, Ohio, um jeden Zentimeter. In Canton, einer mittelgrossen Stadt südlich von Cleveland, öffnet der örtliche Wahlkampfleiter an diesem Montagmorgen sein Büro um 9 Uhr. Sofort strömen Unterstützer hinein, um sich Wahlschilder zu sichern, die sie in ihren Gärten aufstellen möchten. Die Schilder, die aktuell am sichtbarsten sind, widmen sich noch den Lokalwahlen.

Trump ist auf diese Wählerschaft angewiesen, um den Swing State Ohio, der die letzten zwei Male von Obama gewonnen wurde, zu erobern. Da die grossen Städte des Bundesstaates – Cleveland, Colombus, Cincinnati – wohl an seine Kontrahentin gehen werden, muss er in den vornehmlich weissen Vororten siegen. Laut Umfragen liegt Trump in dem Bundesstaat bei weissen Angestellten und Unabhängigen um 20 Prozentpunkte vor Clinton.

Hardcore-Konservativ

«Ihm wird es gelingen, die Maschine wieder auf Hochtouren zu bringen», versichert ein Freiwilliger, der seinen Namen nicht nennen möchte. «Ich verfolge seine Karriere seit 1983. Er hat so viel mehr erreicht als nur Reality-TV! Er liebt unsere Verfassung, die dafür da ist, das amerikanische Volk zu schützen.»

Ein weiterer Freiwilliger erscheint. Ein ehemaliger Anhänger der Demokraten, der sich heute als «Hardcore-Konservativen» beschreibt. Als Selbstständiger lässt er wissen: «Trump ist Milliardär. Er hat schon mit vielen Unternehmen Erfolge gehabt, auch wenn natürlich ein paar Pleiten dabei waren. Er versteht uns einfach besser, uns Unternehmer.»

Erstellt: 10.10.2016, 18:19 Uhr

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