Der Leader ist aus dem Tritt geraten

Der EHC Biel verliert in Freiburg 0:3, es ist die zweite Niederlage de suite.

Biels Anssi Salmela, rechts, und Jan Neuenschwander, Mitte, wehren einen Angriff von Fribourgs Samuel Walser, links, und Topscorer Julien Sprunger, hinten, ab.

Biels Anssi Salmela, rechts, und Jan Neuenschwander, Mitte, wehren einen Angriff von Fribourgs Samuel Walser, links, und Topscorer Julien Sprunger, hinten, ab. Bild: Peter Klaunzer/Keystone

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Es gibt gute Gründe, weshalb der EHC Biel die Tabelle der National League auch nach elf Runden noch anführt. Die Seeländer haben zum Beispiel am meisten Tore geschossen und mit 11,33 Prozent die zweitbeste Schusseffizienz aller 12 Teams.

Und auch in der Defensive gehört die Equipe Antti Törmänens zu den Musterschülern der Liga. Doch findet sich nun ein «Tolggen» im Reinheft: Am Dienstag kassierte der EHCB in Freiburg seine zweite Niederlage de suite. Und der 3:0-Sieg Gottérons ging absolut in Ordnung.

«Es gab zu viele Turnovers, wir hatten einige Scheibenverluste», meinte Martin Steinegger. Es ist dasselbe Muster, das bereits am Samstag in Zug (2:4) ins Verderben geführt hatte. Das beunruhigt den Bieler Sportchef zwar nicht, doch hielt er fest: «Als Team kommst du während einer Saison kaum ungeschoren davon. Es braucht Herausforderungen, und das ist nun eine solche für uns.»

Hitzig und fehlerhaft

Eishockey ist in Freiburg per se eine emotionale Angelegenheit. Und wenn mit Biel der Leader und ein Team aus der Region in der BCF-Arena gastiert, wird die Sache «explosionsgeladen», wie es in der Matchzeitung stand.

Phasenweise ging es auf dem Eis tatsächlich ziemlich heiss zu und her, so musste das Schiedsrichter-Duo Stefan Eichmann/Didier Massy im zweiten Drittel innerhalb von zwei Minuten je drei Freiburger und drei Bieler nach Rangeleien in die Kühlbox schicken.

Davor hatte Gottéron das Spieldiktat übernommen. Wobei die Freiburger nach dem Führungstreffer Andrej Bykows (10.) und trotz Chancenplus die Siegsicherung erst im Schlussabschnitt durch Julien Sprunger (44.) und Kilian Mottet (60. – ins leere Tor) sicherstellen konnten.

«Wir haben uns nicht ans System gehalten», meinte Janis Jérôme Moser. So abgebrüht der erst 18-jährige Verteidiger auf dem Eis agiert, so gelassen zeigt er sich im Umgang mit den Medien. «Wenn du acht von zehn Spielen gewinnst, fehlt irgendwann der letzte Wille. Die Leistung heute hat uns jedenfalls die Augen geöffnet.»

Das grosse Verteidiger-Talent aus Safnern durfte sich trotz der Niederlage ein bisschen freuen. Nach zehn Spielen mit dem Fanionteam durfte Moser nun eine Nummer wählen, er entschied sich - in Anlehnung an Vorbild Roman Josi – für die 90.

Moser hätte im Sommer in eine der kanadischen Junioren-Ligen wechseln können, entschied sich aber für den EHC Biel, «weil ich hier alles vorfinde, um mich optimal weiterentwickeln zu können.» Gegen Gottéron kam er an der Seite Marco Maurers übrigens auf 15 Minuten Eiszeit – und war einer der besten Bieler.

Erstellt: 16.10.2018, 23:31 Uhr

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