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GastkommentarDer Leserbrief ist vom Aussterben bedroht

Auf Papier wird immer weniger gelesen: Das Druckzentrum Zürich, wo die «Neue Zürcher Zeitung» und der «Tages-Anzeiger» gedruckt werden.

Überzeugend geschriebene Leserbriefe sind wahrnehmungsstarke Instrumente, um mit der Öffentlichkeit meinungsbildend zu kommunizieren.

Die aktuelle Pandemielage sieht eine Wiederbelebung der Leserbriefe, die Corona-Massnahmen des Bundesrats werden kontrovers diskutiert.

Wissen, Sprachkultur und -qualität sind keine Voraussetzungen mehr, um mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

30 Kommentare
    Heinrich Frei

    Goldene Zeiten für Leserbriefschreiber längst vorbei

    Vor über fünfzig Jahren wurden Leserbriefe von den Zeitungen noch mehr geschätzt. Für jeden Leserbrief, der abgedruckt wurde, bekam man von vielen Zeitungen ein Honorar, 20 Franken, 30 Franken, 50 Franken. Auch wurde uns Leserbriefschreibern ein Belegexemplar zugestellt. - Die Zeiten haben sich auch für kritische Journalisten vermutlich geändert. Als ich mehre Male an der Medienorientierung des Staatssekretariats für Wirtschaft über die Kriegsmaterialexporte in Bern teilnahm, bekam ich den Eindruck viele Journalisten seien verängstigt. Den kaum jemand wagte es Fragen zu stellen. Ich war fast der Einzige der immer wieder Fragen stellte.