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Unternehmer wird zum Teilzeit-BestatterDer Mann, der freiwillig Leichen abholt

Die Bestattungsinstitute ertrinken wegen Corona in Arbeit. Unternehmer Ruedi Mazenauer springt deshalb temporär als Aushilfe ein. Warum tut er sich das an?

Aushilfsbestatter Ruedi Mazenauer im Bestattungsinstitut Harfe in Dättwil bei Baden.
Aushilfsbestatter Ruedi Mazenauer im Bestattungsinstitut Harfe in Dättwil bei Baden.
Foto: Michele Limina

«Traumreise in die Karibik» heisst die Duftnote des Raumsprays, der im Bestattungsinstitut Harfe in Baden-Dättwil AG auf einem Regal steht. Der Name mutet skurril an in einem Haus, das sich um die letzte Reise von Verstorbenen kümmert.

Wer noch nie in einer Institution wie der «Harfe» war, schluckt beim Betreten des Gebäudes erst mal leer. Särge im Dutzend stehen in einem grossen Raum bereit, um Verstorbene abzuholen: extragrosse, normale, Kindersärge, Kultussärge aus ungehobelter Fichte für Juden.

Statt Weihnachten zu feiern, setzte er sich in den Leichenwagen

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