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Weltweite CO₂-EmissionenDer Pandemie-Effekt war schnell verpufft

Neue Daten zeigen auf, dass die Emissionen trotz Corona-Krise in wirtschaftsstarken Staaten schnell wieder stiegen. Warum für die Klimaforscher 2021 eine Zäsur im Klimaschutz sein kann.

China produziert bereits mehr Treibhausgase als vor der Pandemie. Strasse in Shanghai im Dezember 2020.
China produziert bereits mehr Treibhausgase als vor der Pandemie. Strasse in Shanghai im Dezember 2020.
Foto: Getty Images

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat davor gewarnt, nun ist es eingetroffen: Die CO2-Emissionen sind zwar im letzten Jahr weltweit um 6 Prozent gesunken. Der Rückgang der Emissionen entspricht etwa der Menge, die alle Staaten der EU in einem Jahr ausstossen. Doch je nach Region sieht das Bild anders aus, wie die IEA in einem neuen Bericht in dieser Woche meldet.

Die neuesten Daten zeigen, dass grosse wirtschaftsstarke Länder bereits Ende des vergangenen Jahres das Emissionsniveau in der Zeit vor der Pandemie übertrafen. Allen voran China, der weltweit grösste CO2-Produzent: Die Weltmacht ist gemäss IEA das einzige Land unter den grossen Ökonomien, dessen Wirtschaft trotz Pandemie gewachsen ist. Im Februar 2020 fielen die Emissionen durch die Krise zwar um 12 Prozent gegenüber 2019. Im April hingegen begannen die Chinesen die wirtschaftlichen Einschränkungen wieder zu lockern. Die Konsequenz: Seither waren die monatlichen CO2-Emissionen im Durchschnitt 5 Prozent höher als 2019. Insgesamt produzierte das Land 0,8 Prozent mehr CO2 als im Jahr vor der Pandemie.

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