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National League: ZSC – SC Bern 2:5Der SCB stürzt den ZSC tiefer in die Krise

Wie schon im Cupfinal schlagen die Berner die ZSC Lions 5:2. Derweil sie ihren Aufwärtstrend bestätigen, geht es bei den Zürchern rasant abwärts.

Und erneut ist Flüeler geschlagen: SCB-Topskorer Jeffrey trifft zum 3:0.
Und erneut ist Flüeler geschlagen: SCB-Topskorer Jeffrey trifft zum 3:0.
Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)

Die beste Medizin gegen Müdigkeit sind Siege. Und von dieser verabreicht sich der SC Bern dieser Tage genügend, um in Schwung zu bleiben: Das 5:2 gegen die ZSC Lions war der siebte Erfolg in den letzten elf Meisterschaftspartien, der Aufwärtstrend der letzten Wochen ist nicht gerade spektakulär, aber doch nachhaltig.

Das Pre-Playoff werden die Berner zwar nicht mehr vermeiden können, doch wer weiss, was für sie noch möglich ist. Erfolgsteams wie der SCB (oder der ZSC) haben ja schon gezeigt, dass für sie im Playoff alles zur Makulatur werden kann, was vorher war. Und Cupsieger sind die Berner ja schon einmal.

Erneut fünf Gegentore

In die entgegengesetzte Richtung geht es für die ZSC Lionsund zwar rasant. Gegen den SCB kassierten die Zürcher inklusive des verlorenen Cupfinals die vierte Niederlage in Serie. Dabei liessen sie, was für ihren schwedischen Coach Rikard Grönborg ein Graus sein muss, jedes Mal fünf Gegentore zu. Hatte man bei ihnen eine Zeitlang noch von Überheblichkeit reden können, ist diese inzwischen einer kollektiven Verunsicherung gewichen. Das Bemühen ist da, aber immer wieder schleichen sich bei den Zürchern haarsträubende Fehler ein.

Und wenn es nicht läuft, springt der Puck meist auch gegen einendas ist eine alte Erkenntnis. So hatten die Zürcher gegen den SCB schon 13-mal aufs gegnerische Tor geschossen, als sich Andersson mit dem Puck nach vorne schlich und Goalie Flüeler umspielte. Der erste Berner Torschuss in der 12. Minute war damit gleich ein Treffer. Und nach diesem Dämpfer war der Schwung der Zürcher wie weggeblasen. Als diese in der 26. Minute ein Tor Riedis bejubeln durften, waren sie zuvor schon 0:3 zurückgelegen. Und mit weiteren Patzern beraubten sie sich der Chance, eine Aufholjagd zu starten.

Lange auf Rang 2, sind die ZSC Lions inzwischen von Fribourg und Servette überholt worden. Und wenn sie sich nicht bald fangen, drohen sie sogar die direkte Qualifikation fürs Playoff noch zu riskieren. Dafür wäre Platz 6 nötig. Es hilft nicht, dass die Personaldecke dünner wird. Morant fällt wegen eines Kreuzbandrisses bis zum Saisonende aus, der Finne Rautiainen spielt aktuell mit dem Farmteam GCK Lions im Pre-Playoff.

Beim SCB scheint man derweil personell die richtigen Weichen gestellt zu haben. Vor allem die Übernahme Conachers aus Lausanne Mitte Februar hat sich positiv ausgewirkt. Mit ihm, Jeffrey und Olofsson haben die Berner nun eine Paradelinie, die Abend für Abend skort. Gegen die ZSC Lions war Jeffrey mit zwei Toren und zwei Assists die grosse Figur. Bei den ZSC Lions sehnt man derweil die Rückkehr von Topcenter Roe herbei. Immerhin: Bald dürfte es so weit sein.

Die weiteren Spiele

Vom Berner Sieg profitierte in erster Linie Fribourg, das dank eines 2:1 gegen Lausanne neu Tabellenzweiter ist. Das entscheidende Tor gelang David Desharnais, der Kanadier traf in der 26. Minute in Unterzahl.

Servette wurde von Rang 2 verdrängt, weil es zu Hause 1:4 gegen Biel verlor. Die Seeländer führten nach 48 Minuten dank Rajala, Hügli und Doppeltorschütze Pouliot 4:0, Rod betrieb nur noch Resultatkosmetik für die Genfer.

2 Kommentare
    Bob Beamon

    Was diese ZSC Star-Truppe seit geraumer Zeit abliefert, ist einfach nur noch peinlich.