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Nationalspieler Ruben VargasDer Schweizer Superjunge lässt Augsburg jubeln

Der FC Augsburg kann allmählich für eine weitere Bundesligasaison planen. Das hat der Club unter anderem Mittelfeldspieler Ruben Vargas zu verdanken, der gegen Hoffenheim zum Matchwinner wird.

Ruben Vargas jubelt nach seinem frühen Treffer gegen Hoffenheim
Ruben Vargas jubelt nach seinem frühen Treffer gegen Hoffenheim
Foto: Freshfocus

Dieses Ostern fühlt sich für den FC Augsburg schon ein bisschen wie Klassenerhalt an. Mit dem 100. Bundesligasieg hat sich das Team von Trainer Heiko Herrlich sieben Spieltage vor dem regulären Saisonende ein komfortables Polster verschafft. Nach dem 2:1 (2:0) gegen Hoffenheim haben die Augsburger schon neun Punkte Vorsprung auf Position 16 – noch keine Mannschaft hat einen solchen Vorteil nach so einem späten Zeitpunkt in einer Bundesligasaison verspielt.

Festtagsstimmung beim FCA? Nein. Eher skeptische Erleichterung. «Das war heute ein Riesenschritt», befand Herrlich am Samstag. Der frühere Nationalstürmer wollte sich aber mit Saison elf in der Bundesliga noch nicht befassen. Man dürfe «nicht auf andere schauen», mahnte er. «Ziel ist ja nicht nur der Klassenerhalt, sondern auch, dass man es mal früher schafft.» Schlusslicht Schalke ist der nächste Gegner.

«Extrem wichtiger Sieg»

«Es war ein extrem wichtiger Sieg», konstatierte Manager Stefan Reuter, der jedoch auch noch nicht von einem weiteren Erstligajahr sprechen wollte und stattdessen warnte: «Wir sind sicher gut beraten, wenn wir nicht locker nach Schalke fahren.»

Der dritte Dreier aus den vergangenen fünf Partien tat dem FCA gut. Nach einer souveränen ersten Hälfte wurde Herrlichs Mannschaft aber immer zurückhaltender und musste in der Schlussphase sogar noch zittern. «In der zweiten Halbzeit spielen wir einfach scheisse», kritisierte gewohnt deftig Torwart Rafal Gikiewicz. «Zu passiv» habe man sich nach der Zwei-Tore-Führung verhalten.

Dazu trug auch die Auswechslung von Matchwinner Ruben Vargas bei. Der Offensivspieler war erst am Donnerstag von der Schweizer Nationalmannschaft zurückgekehrt, drohte wegen Magen-Darm-Problemen gegen Hoffenheim sogar auszufallen – und legte dann einen furiosen 45-Minuten-Auftritt hin. Führungstor in der achten Minute, Vorlage auf André Hahn (23.) zum 2:0, Kopfballchance zum 3:0.

«Er ist ein super Junge, er ist super drauf zur Zeit», kommentierte Hahn die Leistung des zur Halbzeit entkräftet ausgewechselten Vargas. «Ich freue mich riesig für ihn.»

Eine Halbzeit deluxe

Schon Ende der ersten Hälfte deutete sich für Herrlich an, dass der 22-Jährige raus müsse. Eine Halbzeit deluxe reichte dennoch. «Der Einsatz hat sich gelohnt», konstatierte Herrlich zufrieden. Und Reuter berichtete von Vargas’ Erschöpfung: «Er war völlig platt. Er sagte: Es geht gar nichts mehr.»

Die Augsburger sind also ganz nah an der Rettung dran – und daran hat der Schweizer Ruben Vargas einen grossen Anteil, der in Augsburg noch einen Vertrag bis Sommer 2024 hat. «Wir haben die drei Punkte im Sack und freuen uns, dass wir über Ostern zwei Tage frei bekommen haben», meinte Teamkollege Marco Richter. Der Dreier tue «extrem gut», befand Hahn. «Das ist ein schönes Polster, wir dürfen uns aber nicht ausruhen und müssen weitermachen.»

DPA

1 Kommentar
    Max Ritter

    Macht keinen Druck oder Hochjubel, sondern lässt ihn weiter wachsen. Bisher hat er weder bei Augsburg noch in der Nati spezielles geleistet, auf stabilen Niveau. Es kommt gut, sofern die Presse für einmal etwas zurückhalten ist mit ihren sinnlosen Vergleichen und Forderungen.