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Teuerstes Lebensmittel der WeltDer sonderbare Kult um den Weissen Trüffel (inkl. Geheimrezept)

Marilyn Monroe, Cristiano Ronaldo, Jay-Z, aber auch ganz gewöhnliche Millionäre: Warum macht der Alba-Trüffel so viele Menschen so komplett verrückt?

«Wie der Dialog zwischen Perkussion und Streichern»: Ohne rhetorisches Brimborium schmeckt der Alba-Trüffel halb so gut.
«Wie der Dialog zwischen Perkussion und Streichern»: Ohne rhetorisches Brimborium schmeckt der Alba-Trüffel halb so gut.
Foto: Giorgio Morra

Vor einem Haselnusshain, am Rande des piemontesischen Bergdorfs Roddi, steigt Giovanni Monchiero (57) aus seinem Fiat Panda. Er zieht eine Weste über den Wollpulli, steigt in schwere Stiefel, öffnet den Kofferraum. Ein Pinscher – Vicky – und eine Promenadenmischung – Lady – springen heraus und sprinten den Hang hinab in ein Waldstück mit Kastanienbäumen. Monchiero sprintet hinterher, ruft den Hunden nach, in einer Mischung aus Piemontesisch und Italienisch.

Monchiero ist trifulao, Trüffelsucher, in vierter Generation. Seit fünfzig Jahren sammelt er hier, er kennt den Wald. Und seine Hunde kennen ihn auch. Monchiero ist kein Mann der Theorie. Wenn er erklärt, sagt er nicht, wieso. Er sagt nur, dass: dass sich zwei Tage vor und nach Neumond die besten Trüffel finden; dass man sie im Frühtau oder nachts sammelt; dass es schon bei Grossvater und Vater so war.

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