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Implenia wird durchgeschütteltDer spektakuläre Niedergang
eines Bauriesen

Riesige Finanzierungslöcher im Ausland stürzen den grössten Schweizer Baukonzern Implenia in eine grosse Vertrauenskrise. Sie könnte das Unternehmen die Unabhängigkeit kosten.

Werden im Ausland weniger präsent sein: Container des Baukonzerns Implenia.
Werden im Ausland weniger präsent sein: Container des Baukonzerns Implenia.
Foto: Steffen Schmidt (Keystone) 

Die Schweiz erlebt einen beispiellosen Bauboom. Von Rorschach bis Genf werden Wohnbauten hochgezogen, Strassen geteert und Tunnel gebohrt. Die Auftragsbücher der Bauindustrie sind voll. Wie ist es möglich, dass der grösste Baukonzern der Schweiz ausgerechnet jetzt in eine existenzielle Krise schlittert?

Wie am Dienstag bekannt wurde, baut das Unternehmen im Rahmen einer Restrukturierung bis zu 2000 Vollzeitstellen ab. Rund 750 Personen sollen entlassen werden. Der Baukonzern wolle sich auf Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland konzentrieren. Nur der Tunnelbau soll auch
in anderen Ländern weitergeführt werden. Implenia kündigte Wertberichtigungen von rund 200 Millionen Franken an. 2020 erwarte das Unternehmen einen operativen Verlust von rund 70 Millionen Franken. Die Eigenkapitaldecke schrumpft auf dünne 10 Prozent.

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