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Kolumne von Julia WeberDer Standard

Diese Woche spricht unsere Autorin mit der Kioskfrau über Babys und darüber, welche Gefühle einen erfüllen können, wenn diese nächtelang schreien.

Sie habe am Wochenende auf dem Spielplatz Kinder beobachtet, sagt die Kioskfrau. Es sei überaus spannend gewesen, wie viele sinnlose Bewegungen so ein Kind den ganzen Tag mache. Diese andauernden Richtungswechsel. Diese Kinder würden Strecken zurücklegen, das könne man gar nicht glauben. Ob ich auch Kinder habe. Ja, zwei, sage ich. Standard, sagt sie. Ich nicke. Standard.

Sie habe sich ebenfalls daran erinnert, wie sie mit ihrem Kind im Arm, als es noch sehr klein gewesen sei, kaum grösser als ein Brot, und rot vom Schreien, nächtelang auf und ab gesprungen sei. In einem dumpfen orangen Licht sei sie über Stunden auf dem Bett auf und ab gesprungen, habe das Kind in eine Decke gewickelt und an den Oberkörper gedrückt, und dann sei es irgendwann still gewesen, aber sobald sie, man glaube es nicht, zum Stillstand gekommen sei, habe das Kind wie auf Knopfdruck wieder losgeschrien.

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