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Porträt von LukaschenkoDialog unerwünscht

Der weissrussische Machthaber Alexander Lukaschenko regiert mit Strukturen aus der sowjetischen Vergangenheit. Doch die Wut, die seit der umstrittenen Abstimmung überall im Land zu sehen ist, wird er nicht mehr loswerden.

Alexander Lukaschenko bei den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag der Republik Weissrussland am 3. Juli in Minsk.
Alexander Lukaschenko bei den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag der Republik Weissrussland am 3. Juli in Minsk.
Foto: Sergei Grits (Keystone)

In den Tagen nach der Wahl hat Alexander Lukaschenko mit Staatsoberhäuptern anderer ehemaliger Sowjetrepubliken telefoniert – Aserbaidschan, Tadschikistan, Usbekistan, Armenien. Alles Neulinge im Vergleich zu ihm, der sich gerade seine sechste Amtszeit sichert. Gratulationen aus dem Westen kamen keine. Das scheint den Machthaber ebenso wenig zu bekümmern wie das Befinden der Weissrussen, die aufbegehren gegen den erlogenen Sieg und sich dafür Nacht für Nacht von den Sicherheitskräften zusammenschlagen lassen. Die Demonstrierenden hat Lukaschenko eher im Vorbeigehen als fremdgesteuerte Schafe bezeichnet, dann als Arbeitslose und Kriminelle. Keine Rede ans Volk, keine ausgestreckte Hand. Er hat einfach weitergemacht.

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