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Folgen der ErderwärmungDie Arktis wird grüner

Büsche verdrängen Gräser und Moos. Doch die üppigere Vegetation in der arktischen Tundra hilft dem Klima nicht unbedingt.

Die Vegetation breitet sich stärker aus durch den Klimawandel: Vuntut National Park, nördliches Yukon in Kanada.
Die Vegetation breitet sich stärker aus durch den Klimawandel: Vuntut National Park, nördliches Yukon in Kanada.
Foto: Wayne Lynch (Laif)

Eigentlich ist es eine schöne Vorstellung: Die arktische Tundra gehört zu den kältesten Lebensräumen der Erde – und sie wird immer grüner. Was Ökologen bereits vor Jahren gebietsweise beobachtet haben, bestätigt sich nun auch in der gesamten Region. Von Alaska und Kanada bis nach Sibirien: Die Vegetation wird dichter, Büsche verdrängen gebietsweise das typische Gras und Moos der Tundra. Die Pflanzen werden grösser, und es wachsen mehr Blätter.

Diese sichtbaren landschaftlichen Veränderungen hat ein Forschungsteam der Northern Arizona University anhand von Daten des Nasa-Satelliten Landsat nachgewiesen. Die Forscher wählten zufällig 50’000 Standorte aus und stellten fest: Die Vegetation der arktischen Tundra wurde zwischen 1985 und 2016 auf knapp 40 Prozent der untersuchten Landfläche üppiger. Die braunen Standorte, wo praktisch kein Wachstum der Pflanzen feststellbar war, machten nur einen kleinen Prozentsatz aus.

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