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Kolumne zum Zürcher StadtbildDie befleckte Stadt

Wer sich über Masken am Boden ärgert, setzt die Prioritäten falsch. Das ultimative Übel sind Kaugummis – und das raffinierteste.

Viele Flecken auf dem städtischen Asphalt stammen von ausgespuckten Kaugummis. Selbst wenn sie entfernt sind, bleiben sie meist sichtbar.
Viele Flecken auf dem städtischen Asphalt stammen von ausgespuckten Kaugummis. Selbst wenn sie entfernt sind, bleiben sie meist sichtbar.
Foto: Andrea Zahler

Wir suchten nach Ärger. Nach Schutzmasken, die grüslige Zeitgenossen auf dem Boden entsorgten. Doch nach zwei Stunden Fussmarsch durch die Stadt kippt die Mission in einen netten Spaziergang. Denn da ist gar nichts – nur ein Schwan, der in der Herbstsonne über die Limmat gleitet, um unsere Endorphine zu provozieren.

Ein Stück weiter finden wir den Schuldigen. Ein Reinigungsfahrzeug, das vor dem Grossmünster im Kreis fährt wie eine gereizte Wespe, wild entschlossen, die Pflastersteine mit rotierenden Bürsten zu polieren, bis sie um Gnade flehen. Wer sich in Zürich über neumodischen Dreck ärgern will, muss früher aufstehen.

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