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Podcast «Politbüro»Die böse Diktatur der Städter

Der Wolf ist tot! Beim Jagdgesetz, das den Wildtierbestand regulieren soll, stossen zwei Schweizer Weltbilder aufeinander.
51 Kommentare
    Barbara Dahortsang

    Wenig sinnvoll, hier den alten Gegensatz Stadt/Land zu bemühen, um Emotionen zu schüren. Sachlich geht es um unseren auf demokratischem Wege eingerichteten bundesweiten Tierschutz, der nun durch eine Annahme des neuen Jagdgesetzes massiv ausgehöhlt würde. Das wäre verheerend und darf nicht passieren.

    Man schaue doch bitte, wer alles gegen das revidierte Jagdgesetz ist. Tierschützer natürlich, auch Förster und sogar Jäger. Das sind doch Leute, die Ahnung von der Natur haben. Die Idee, dass Schaf- und Geissherden auf Alpen unbewacht grasen müssten, ist hingegen reichlich seltsam. Die Argumente von Föderalismus und mehr Demokratie usw. sind fadenscheinig. Die Befürworter möchten anscheinend mit der Flinte losmarschieren, dies auch "vorbeugend", und keine spezielle Bewilligung von Bern mehr für Abschüsse geschützter Wildtiere einholen müssen. Für den Kanton soll dann eine "Begründung" ausreichen. Wolfsrisse, wovon man so schaurige Fotos publizieren kann, sind aber m.W. nur die wenigsten der verendeten Weidetiere. Die weitaus meisten sterben sich selbst überlassen durch Krankheit, verunfallen, verlaufen sich, stürzen ab. Daran ist nicht der Wolf schuld, und auch nicht der Stadtmensch.

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