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Die chilenischen Behörden haben eine «titanische Aufgabe» gemeistert

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Die Menschen in Chile begeben sich in höher gelegenen Gebiete. (1. April 2014)
Die Erde bebt weiter: Bewohner von Iquique versuchen, zu Fuss zu flüchten. (3. April 2014)
«Ich wurde wie alle Bürger evakuiert. Man kann sehen, dass die Menschen vorbereitet sind»: Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet war in der Stadt Arica zu Besuch, als die Region von einem Nachbeben der Stärke 7,6 getroffen wurde. (2. April 2014)
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Präsidentin Michelle Bachelet lobte bei einem Besuch in Iquique im Norden Chiles das Krisenmanagement der Behörden. Das Beben der Stärke 8,2 hatte die Bevölkerung am Dienstagabend in Panik versetzt, meterhohe Wellen trafen auf die Küste. Die seit wenigen Wochen amtierende Bachelet sagte, die Behörden hätten «auf beispielhafte Weise» die «titanische Aufgabe» gemeistert. Priorität habe nun die Wiederherstellung der Versorgung mit Wasser, Strom und Lebensmitteln. Vier Männer und zwei Frauen wurden nach Behördenangaben in Iquique und der angrenzenden Gemeinde Alto Hospicio getötet.

Fast eine Million Menschen waren in höhergelegene Gebiete geflohen, nachdem die chilenischen Behörden einen Tsunami-Alarm ausgerufen hatten. Auf den von der Küste wegführenden Strassen bildeten sich Staus. Viele Bewohner harrten die Nacht über in den Hügeln aus. Das Tsunami-Warnzentrum für die Pazifikregion auf Hawaii gab eine Tsunami-Warnung für einen mehr als 4800 Kilometer langen Küstenstreifen in Süd- und Zentralamerika aus. Das Beben war so heftig, dass es noch bis nach Bolivien zu spüren war.

Die indonesische Regierung warnte, das tausende Kilometer von Chile entfernte Archipele könnte am Donnerstag von bis zu einem halben Meter hohen Tsunami-Wellen getroffen werden. Betroffen seien die Urlauberinsel Bali, Teile der Hauptinsel Java, Sulawesi sowie Papua. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Strände zu meiden. Auch Japan rief am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo einen Tsunami-Alarm aus.

Tsunami-Welle breitet sich aus

Das Epizentrum des Bebens lag in rund 39 Kilometern Tiefe im Meer, rund 100 Kilometer vor der Küste der Stadt Iquique, wie die chilenische Erdbebenwarte CSN mitteilte. «Die Strassenlampen sind geplatzt, die Leute rannten in Panik», berichtete die Augenzeugin Veronica Castillo aus der Stadt Arica. Auf den von der Küste wegführenden Strassen bildeten sich Staus, während die Bewohner sich in höher gelegene Gebiete flüchteten. Dort mussten sie die Nacht über ausharren, bis Innenminister Peñalillo den Tsunami-Alarm schliesslich nach rund zehn Stunden aufhob.

Am Flughafen von Iquique wurde der Kontrolltower beschädigt, sämtliche Flüge in die nördlichen Städte Iquique, Antofagasta und Arica wurden gestrichen. Stromausfälle tauchten 80 Prozent des Stadtgebiets von Arica ins Dunkel. Mehrere Gebäude gerieten in Brand.

In Iquique kam es zudem zu einem Brand:

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(Video: Youtube/Jaime Pena)

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(Video: Youtube/AntofagastaNEWZ)

In Antofagasta wurden zahlreiche Menschen evakuiert:

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(Video: Youtube/RodrigoArayaPlaza)

Häufige Beben

Erdbeben kommen in dem südamerikanischen Andenland häufiger vor. Zuletzt waren am 27. Februar 2010 bei einem Beben der Stärke 8,8 in Südchile mehr als 500 Menschen umgekommen. In Nordchile waren dagegen seit dem 19. Jahrhundert keine Erdbeben dieser Stärke verzeichnet worden.

In den vergangenen Wochen hatte rund 400 schwächere Beben das Gebiet erschüttert. Chile befindet sich an der Kontaktgrenze der tektonischen Nazca-Platte mit der südamerikanischen Platte.

Den genauen Ort und die Schwere des Erdbebens vor Chile zeigt die Homepage von USGS.

AFP/sda/mw/rub