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Gastkommentar zum GesundheitswesenDie drei Teufelskreise der Kostenbeteiligung

Wer eine hohe Franchise hat, geht seltener zum Arzt und verzichtet öfter auf präventive Untersuchungen.

Kostenbeteiligungen können sich als Methode zur Kontrolle der medizinischen Kosten in einer armen Bevölkerung als Bumerang erweisen.

Wäre der Verzicht auf Kostenbeteiligung einen Versuch wert?

49 Kommentare
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    Franz Eigenmann

    Die Autoren des Artikels vernachlässigen einen zentralen Aspekt: die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen tendiert gegen unendlich, wenn ihre Inanspruchnahme "nichts" kostet. Um den Systemkollaps zu vermeiden muss, egal wie die Versorgung organisiert ist, zwingend implizit oder explizit die Nachfrage "gesteuert" werden. In gewissen Ländern geschieht dies mittels Beschränkung des Angebotes (z.B. lange Wartezeiten, Zugang zu teuren Behandlungen erschwert etc.), ein anderes Mittel sind Franchise und Kostenbeteiligung. Mit letzterem möchte man sinnlosen Konsum von medizinischen Leistungen vermindern (der existiert reichlich), es sollen aber möglichst wenige wirklich nutzbringende Behandlungen unterbleiben. Jedes noch so fein austarierte Bündel von Massnahmen wird gewisse Ungerechtigkeiten mit sich bringen, die uns aber nicht verleiten dürfen, eines der weltweit am besten funktionierenden Gesundheitssysteme zu beschädigen.