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Hip-Hop in ZürichDie ersten Homeboys an der Limmat

Wie die Bewegung aus New York in Zürich Fuss fasste – und schlussendlich zur wichtigsten Partykultur der Stadt wurde.

Patrick Hollenstein war einer der ersten Hip-Hop-Aktivisten von Zürich: Erst als B-Boy Spinky, dann als DJ Kay-Zee.
Patrick Hollenstein war einer der ersten Hip-Hop-Aktivisten von Zürich: Erst als B-Boy Spinky, dann als DJ Kay-Zee.
Boris Müller

Der Abend des 8. November 1983 hätte beinahe in einem Desaster geendet. «Ich dachte, die hauen mir die Bude kurz und klein», sagt Mike Schmidt, der damalige Manager des Nachtclubs Mascotte, 37 Jahre später mit einem Schmunzeln. Die New Yorker Rapgruppe Whodini war zu Gast – und der legendäre Club am Bellevue mit über 350 Personen zum Bersten gefüllt. Sie alle wollten die Hits «The Haunted House of Rock» und «Magic’s Wand» hören. Rap war noch neu, alles war neu – auch das Repertoire der Band. Und so kam es, dass das Trio, bestehend aus zwei Rappern und einem DJ, nach 30 Minuten schon wieder bei Schmidt im Backstage auftauchte, die breitkrempigen Hüte in die Ecke schleuderte und sich aus den verschwitzen Kleidern schälen wollte.

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