«Die gekrümmte Bahn des Leidens»
Schmerz und Paranoia haben das Leben und Schreiben der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs geprägt. Wer war die Dichterin, der zurzeit eine Ausstellung im Strauhof in Zürich gewidmet ist?

Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
«Aus meinen grossen Schmerzen / Mach ich die kleinen Lieder.» So schlicht formulierte Heinrich Heine im «Buch der Lieder» eine Poetologie des Schmerzes – eine Schreibweise also, die sich wesentlich aus der Erfahrung von Leid ergibt und aus den Trümmern des Schmerzes ihre schöpferische Kraft gewinnt – und dadurch den Schmerz auch zähmt. Weniger schlicht, geradezu gewaltig wurde dieses Schreiben aus dem Schmerz bei Heine da, wo es über das Persönliche hinausging und von einem kollektiven Schmerz ausging, konkret von dem grossen Schmerz der jüdischen Geschichte, einer Geschichte von immer neuer Vertreibung und Verfolgung, wie sie Heine in seinem Romanfragment «Der Rabbi von Bacherach» zu fassen versuchte: «Ich habe gewaltig beschworen den tausendjährigen Schmerz», so Heine.













