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Klare Worte der GesundheitsdirektorinRickli fordert Kulturwandel am Universitätsspital

Ein Gutachten zeigt: Spitalratspräsident Martin Waser war mit den Skandalen überfordert, die Chefärzte haben zu viel Macht. Und am Spital herrscht eine Angstkultur.

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (rechts) begrüsst es, dass Spitalratspräsident Martin Waser mit seinem Rücktritt den Weg für eine personelle Neubesetzung freichmacht.
Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (rechts) begrüsst es, dass Spitalratspräsident Martin Waser mit seinem Rücktritt den Weg für eine personelle Neubesetzung freichmacht.
Fotos:  Anna-Tia Buss und Urs Jaudas; Bildmontage: TXGroup

Externe Gutachter im Auftrag der Zürcher Gesundheitsdirektion üben im Zusammenhang mit den Chefarzt-Skandalen am Zürcher Unispital harsche Kritik am Spitalrat. Er hat die Aufsicht über das USZ. Hauptverantwortlich ist dort als Präsident Martin Waser. Dieser gab am Montag seinen Rücktritt auf Juni 2021 bekannt. Auch zwei weitere Mitglieder kündigten ihren Abgang an.

In diesem Jahr haben gleich drei Klinikleiter das USZ verlassen, weil Medien in mehreren Fällen auf Missstände hingewiesen haben. Dem Chef der Gynäkologie wird vorgeworfen, er habe Patientinnen mehrere gleichzeitige Operationen verrechnet. Der Chef der Herzchirurgie soll unter anderem Publikationen geschönt und Komplikationen unterschlagen haben. Und der Direktor für Kieferchirurgie hat offenbar finanziell profitiert, weil er USZ-Patienten in seine Privatpraxis verschoben hat.

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