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Kommentar zu sturen SportbetrügernDie grössten Heuchler – und ihr Schweizer Verteidiger

Die Russen wurden wegen Dauerdopens immer und immer wieder abgestraft. Es kümmert sie nicht: Sie führen auch die neuste Liste mit den meisten Dopingverstössen an.

René Fasel, Präsident des Eishockey-Weltverbandes, an einem Plauschmatch mit Russlands Präsident Wladimir Putin.
René Fasel, Präsident des Eishockey-Weltverbandes, an einem Plauschmatch mit Russlands Präsident Wladimir Putin.
Michael Klimentyew (Keystone)

Der russische Sportminister Oleg Matytsin wusste die beste Lösung. Schon vor dem wichtigsten Urteil je zum Thema Doping fand er: einfach vergessen. Russland hatte zwar über Jahre systematisch betrogen und war darum von der Welt-Anti-Doping-Agentur für vier Jahre von allen Grossanlässen ausgeschlossen worden.

Matytsin aber urteilte, dass es in diesen Corona-Zeiten doch schlicht Zeit sei, die Vergangenheit ruhen zu lassen – zum Wohl des Weltsports. Die Richter des Internationalen Sportgerichtshofs CAS erhörten ihn nicht: Sie fanden am Donnerstag, dass Russland tatsächlich systematisch betrogen habe, die Sperre aber auf zwei Jahre halbiert werde.

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