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«Die Integrationskraft der Schweiz ist beträchtlich»

Nicht nur Türkisch: Ein Mädchen übt Arabisch im Kurs in heimatlicher Sprache und Kultur. Foto: Elisabeth Real (Keystone)

Die Kontroverse ums Schülertheater in Uttwil SG zu einer türkischen Schlacht schürt Misstrauen gegen den interkulturellen Unterricht. Was sagen Sie dazu?

Was ist konkret schiefgelaufen?

HSK-Kurse müssen politisch und konfessionell neutral sein. Ist diese Vorgabe noch erfüllt, wenn Kinder sterbende Soldaten nachstellen und türkisches Botschaftspersonal der Aufführung beiwohnt?

Bereits im Kanton Zürich besuchen über 10'000 Kinder 400 Kurse in 27 Sprachen. Problematisch ist, dass Herkunftsstaaten diese organisieren und finanzieren. Bräuchte es nicht eine neutrale Trägerschaft?

Werden diese denn kontrolliert?

Beim Schlachtentheater wurde es einigen Eltern zu viel. Die Behörden hätten gewarnt sein können, seit die Türkei Richtung Diktatur driftet. Als auf Sri Lanka der Bürgerkrieg tobte, wurden die Tamil Tigers in der Schweiz verherrlicht.

Viele Kinder kommen aus Ländern mit ganz anderen Kulturen. Unser pädagogisches Verständnis kollidiert doch mit jenem solcher Staaten?

Diesem Dialog will sich die Türkei nun entziehen. Das staatliche Amt für Auslandtürken plant neuerdings Wochenendschulen, welche die HSK-Kurse konkurrenzieren.

Nicht besonders beruhigend. Es gibt einen Bericht über ein Mädchen, das nach der Teilnahme an einem vom türkischen Staat organisierten Lager nicht mehr ins Schwimmbad gehen wollte. Müssen wir solches hinnehmen?

Mündet das nicht in immer mehr Parallelgesellschaften?

Was bringt interkulturelle Bildung eigentlich?

Jeder Kanton kennt eigene Regeln. Wäre nicht Koordination angezeigt?