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Interview mit Islamexperte «Die islamische Gemeinde steckt oft den Kopf in den Sand»

Reinhard Schulze erklärt, wie eine Schweizer Konvertitin zu einer Terroristin werden kann. Und er sagt, warum es gar nichts bringe, nun einfach die Muslimbrüder zu verbieten.

Reinhard Schulze, Professor an der Uni Bern für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie
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Reinhard Schulze, Professor an der Uni Bern für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie
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Foto: Franziska Rothenbühler

Am Dienstagnachmittag kurz nach 14 Uhr attackierte eine 28-jährige Schweizerin in einer Manor-Filiale in Lugano zwei Frauen, eine mit den Händen, die andere mit einem Brotmesser. Eines der Opfer wird beim Angriff schwer verletzt. Zufällig Anwesende können die Täterin, eine Konvertitin, überwältigen. Die sofort alarmierte Polizei verhaftet die Tessinerin, die sich 2017 nach Syrien begeben wollte.

Herr Schulze, was macht eine Schweizerin zu einer Attentäterin im Namen des Islams?

Der Terror ist Höhepunkt einer religiösen Selbstermächtigung, zu der sich manche radikale Islamisten berechtigt sehen. Das war bei den Attentaten in Frankreich wie in Wien so, und das ist wohl auch beim Anschlag in Lugano so.

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