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«Die Leute haben Angst – und sie können sich nicht wehren»

Demonstration in Paris: «Kritik muss die Welt wirklich infrage stellen» sagt Geoffroy de Lagasnerie (rechts im roten T-Shirts). Foto: Haytham-Rea

Kürzlich haben Sie gesagt, Emmanuel Macron habe in Frankreich ein «System des Terrors» etabliert. Das müssen Sie erklären!

Für viele ist Macron nur ein weiterer Neoliberaler, dessen Politik der Wirtschaft zuarbeitet.

Aber der Neoliberalismus delegiert doch auch alle ­Verantwortlichkeit an den Einzelnen.

Immerhin konnte er eine Präsidentschaft von Marine Le Pen verhindern!

Aber es ist doch immer noch besser, statt Le Pen einen Präsidenten Macron zu haben!

Was wollen Sie dagegen tun?

Sie glauben also nicht an den grossen Umsturz?

Wo machen Sie fest, dass die Linke das System in seiner Falschheit reproduziert?

Sie haben ein Buch ­geschrieben, in dem Sie das Strafsystem infrage stellen.

Wir fahren aber ganz gut mit dem heutigen Rechtssystem.

Inwiefern?

Was wäre die Alternative ­zu unserem heutigen ­Justizsystem?

Die Gewalt des Gesetzes?

Inwiefern profitieren sie von Gewalt?

Sie sehen also auch die ­Universitäten als Räume der Gewalt?

Für Michel Foucault, über den Sie publiziert haben, ist alles von Macht durchwirkt. Sie gehen noch weiter und sprechen von Gewalt, die alles durchwirkt. Warum?

Wie können wir in einer ­gewaltförmigen Welt diese zu einer besseren umgestalten?