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Interview zu den Philippinen «Die Mächtigen mögen es nicht, wenn man sie zur Rechenschaft zieht»

Die philippinische Journalistin Maria Ressa wird seit Jahren bedroht, beschimpft, verhaftet und verurteilt. Trotzdem kämpft sie weiter gegen Präsident Duterte – und gegen Facebook.

Gnadenlos im Umgang mit Oppositionellen: Polizeikorps östlich von Manila.
Gnadenlos im Umgang mit Oppositionellen: Polizeikorps östlich von Manila.
Foto: Francis R. Malasig 

Maria Ressa hat eines der wichtigsten kritischen Medienhäuser der Philippinen aufgebaut: «Rappler» startete sie 2012 als Experiment, wie sie sagt. Es gelang. Und das in einem Land, dessen Präsident Rodrigo Duterte die freie Presse bedroht und damit prahlt, selbst schon Menschen getötet zu haben.

Sie kennen Rodrigo Duterte seit den Achtzigern und haben über ihn berichtet, als er noch Bürgermeister war. Wie würden Sie ihn beschreiben?

Duterte kann charmant sein, aber auch brutal, skrupellos und mörderisch. Sein Idol ist Ferdinand Marcos – jener Mann, der hier als Diktator 14 Jahre lang an der Macht war. Wie Marcos glaubt Duterte, dass die Philippinen eine Nation sind, die Disziplin braucht, und er glaubt, dass man mit Gewalt und Angst führen muss.

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