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Kantönligeist in der Corona-KriseDie Maschine Schweiz stottert

Der Föderalismus hat Probleme in der Krise. Braucht es nun den radikalen Umbau? Eine noch unveröffentlichte Studie zeigt: besser nicht.

Was hängt da womit zusammen? Alain Berset vor einer Tinguely-Installation in Freiburg, 2016.
Was hängt da womit zusammen? Alain Berset vor einer Tinguely-Installation in Freiburg, 2016.
Foto: Keystone

Die Schweiz ist ein kompliziertes Ding.

Ihr System erinnert an eine Installation von Jean Tinguely: Kreuz und quer zieht und rotiert, pumpt und fliesst es.

Die politische Macht verteilt sich nicht nur vertikal: vom Bundesrat hinunter in die Gemeinden und vom Stimmvolk hinauf nach Bundesbern. Sondern auch horizontal: Verstrebungen, die in der Krise mächtig werden können. 800 interkantonale Abkommen und 50 interkantonale Konferenzen gibt es.

Eine davon ist die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und Gesundheitsdirektoren, kurz GDK, bereits 1902 gegründet. Ihren Präsidenten kannte vor der Pandemie kaum jemand. Heute ist Lukas Engelberger eine nationale Schlüsselfigur, in der «Tagesschau» fast so präsent wie Alain Berset. Engelberger verkörpert den Föderalismus, durch Engelberger spricht der Wille der Kantone.

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