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Corona-Podcast «Und jetzt?»«Die Millionenmetropole ist leergefegt»

In der neuesten Folge von «Und jetzt? Der Corona-Podcast» erzählt eine Schweizerin in London, wie die hoch ansteckende Virus-Mutation ihre Wahlheimat in Bann hält.

Die Regent Street in London – normalerweise stark belebt und befahren, im dritten Lockdown beinahe menschenleer.
Keystone

Der Bundesrat wollte ihn um jeden Preis vermeiden, nun hat er ihn doch verhängt: den Lockdown. Er gilt ab Montag vorerst bis Februar. Grund für die drastische Massnahme ist eine neue Virus-Variante, die zuerst in England aufgetaucht war – und sich mittlerweile auch in der Schweiz ausbreitet. Sie soll nach aktuellem Wissensstand 50 bis 70 Prozent ansteckender sein.

Mit dem Lockdown will die Regierung eine Situation vermeiden, wie sie in England bereits eingetroffen ist. Dort hat die Mutation die ursprüngliche Variante verdrängt und die Infektionszahlen in die Höhe schnellen lassen. Letzte Woche stieg die Zahl der Ansteckungen in London auf mehr als 1000 Ansteckungen pro 100’000 Einwohner. Vor den Notaufnahmen warteten die Ambulanzen mit Covid-Erkrankten stundenlang. Das Land: im dritten Lockdown.

Wie fühlt es sich an, wenn sich das Leben praktisch nur noch in der eigenen Wohnung abspielt – fast ohne persönliche Kontakte zur Aussenwelt? Wie akzeptieren die Menschen in London die strikten Massnahmen? Darüber spricht Simone Rau mit der freien Journalistin und Wahl-Londonerin Nicole Krättli in einer neuen Folge von «Und jetzt? Der Corona-Podcast». Und sie fragt die Schweizerin Krättli, wie sie aus der Ferne ihre Heimat wahrnimmt.

Die Journalistin Nicole Krättli auf ihrem Balkon in London. Unterdessen ist die Herbstsonne dem Winter gewichen. 
Bild: privat
1 Kommentar
    Peter Zonv

    Interessant, ich telefoniere eigentlich täglich mit Freunden aus London. Die sind alle noch immer unterwegs, die die noch Arbeit haben, versuchen alles um den Job zu sichern. Die, die den Job schon verloren haben, versuchen irgendwie an Geld zu kommen, um Essen und Miete zahlen zu können. Die Menschen in London befinden sich in der gleichen Abwärtsspirale, wie im Rest Europa. Sie sind frustriert, deprimiert, wütend und machen sich extreme Sorgen um die Kinder, die die Abschlüsse nicht schaffen, da die Schulen seit Monaten dicht sind und der Online- Unterricht dort genauso wenig funktioniert, wie im Rest Europas. Die Kinder sind alleine Zuhause, ohne Versorgung und die Eltern versuchen die Familie über Wasser zu halten und sind entsprechend mobil unterwegs. Oder demonstrieren für ihre Rechte, wie überall sonst auch.(Nicht in der Schweiz...) Deshalb erscheint mit der im Artikel vermittelte Eindruck sehr eigenartig, muss ich sagen...