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Kommentar zur KonzernverantwortungDie orangen Fahnen verschwinden, der Trend bleibt

Die Schweiz will ihrer Wirtschaft keine Steine in den Weg legen. Aber der Druck auf die Konzerne steigt – trotz des Neins.

Ein Abstimmungskampf, den es so noch nie gegeben hat: Befürworterinnen und Befürworter der KVI hängten in der ganzen Schweiz «JA!»-Fahnen auf, wie hier in Zürich.
Ein Abstimmungskampf, den es so noch nie gegeben hat: Befürworterinnen und Befürworter der KVI hängten in der ganzen Schweiz «JA!»-Fahnen auf, wie hier in Zürich.
Foto: Samuel Schalch

Das Resultat ist denkbar knapp: Die Vorlage scheitert am Ständemehr, obwohl 50,7 Prozent der Stimmenden die Konzernverantwortungsinitiative angenommen haben. 14 Kantone und ein Halbkanton sagten nein (zum Ticker).

Dies, obwohl über 100 Nichtregierungsorganisationen, die Kirche und auch Vertreter des bürgerlichen Lagers über Jahre für das Anliegen warben und einen beispiellosen Abstimmungskampf führten emotional, populistisch, jenseits der Grenze des Anstands bisweilen. Es zeigte sich, wie viel Druck der Schweizer NGO-Sektor inzwischen entwickeln kann, wenn er sich hinter einer einzigen (orangen) Fahne versammelt. Die Wirtschaftsvertreter, untereinander zerstritten, waren ständig in der Defensive.

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