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Jugend und CoronaDie Pandemie hat ihren Schrecken verloren

Trotz steigender Fallzahlen sinkt vor allem bei Jungen die Akzeptanz für die Massnahmen. Jugendbewegungen und Parteien formieren sich für den Widerstand.

Als ob es Corona nicht gäbe: Jugendliche bevölkern das Basler Rheinufer.
Als ob es Corona nicht gäbe: Jugendliche bevölkern das Basler Rheinufer.
Foto: Nicole Pont

Es war ein Krawall mit Ankündigung. Hunderte Jugendliche randalierten am Karfreitagabend in der Stadt St. Gallen, lieferten sich eine Strassenschlacht mit der Polizei. Aus der ganzen Schweiz waren sie hergereist. «Endlich ist wieder einmal etwas los», sagte einer der jungen Männer – es schien das Motto des Abends gewesen zu sein. Der Sachschaden war beträchtlich, zwei Personen wurden verletzt, 21 Personen festgenommen.

Eine friedlichere Art der Rebellion war in den letzten Tagen schweizweit zu beobachten. Zehntausende Menschen genossen die milden Temperaturen an den Seepromenaden, Flussufern und in den Pärken. Die schönen Plätze der Städte und Gemeinden waren voll von jungen Menschen am Picknicken und Musikhören. Es wurde getanzt, gelacht, mancherorts auch ausgelassen getrunken. Als würde die wiedergewonnene Freiheit gefeiert – obschon noch immer strenge Massnahmen herrschen.

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