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Interview mit Infektiologe«Corona erinnert mich daran, wie es mit HIV anfing»

Der Schweizer Aidspionier Ruedi Lüthy, der seit 20 Jahren in Zimbabwe tätig ist, sieht keine Möglichkeit, die Corona-Welle dort zu stoppen. Dennoch sei die Lage besser als damals bei HIV.

Seit fast einem Jahr gezwungenermassen in der Schweiz: Ruedi Lüthy, Gründer der Newlands Clinic in Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe.
Seit fast einem Jahr gezwungenermassen in der Schweiz: Ruedi Lüthy, Gründer der Newlands Clinic in Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe.
Foto: Franziska Rothenbühler 

Sie wollten Ihren 80. Geburtstag eigentlich in Harare feiern. Doch Corona machte dieses Vorhaben zunichte.

Ja. Letzte Woche wären wir abgeflogen, geplant war ein Fest mit dem ganzen Team der Newlands Clinic und meiner Familie. Doch wir mussten es annullieren, denn die Covid-Pandemie wütet im südlichen Afrika. In Zimbabwe hat sich die Zahl der Infizierten innert kurzer Zeit verdreifacht, sie liegt jetzt offiziell bei 35’000.

Seit fast einem Jahr sitzen Sie quasi in der Schweiz fest. Was tun Sie?

Den Grossteil des Tages verbringe ich damit, Fachliteratur zu lesen. Die Geschichte mit Corona erinnert mich an die Zeit vor 40 Jahren, als es mit HIV anfing. Nur dass sich jetzt alles viel schneller entwickelt hat.

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