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Kommentar zum HausärztemangelDie Politik hat das Problem verschlafen

Hausärzte finden keine Nachfolger, Firmen springen in die Bresche. Die Politik hat zu zögerlich reagiert. Die Anzahl Studienplätze in Medizin ist noch immer ungenügend.

Klassische Hausarztmedizin: Der Arzt untersucht die Patientin mit dem Stethoskop.
Klassische Hausarztmedizin: Der Arzt untersucht die Patientin mit dem Stethoskop.
Foto: Keystone

Mein Hausarzt ist 65. Er hat eine Einzelpraxis in der Stadt. Er ist ein guter Diagnostiker. Tasten, abhören, reden – mit diesen einfachen Mitteln findet er viel heraus. Und natürlich hilft seine grosse Erfahrung. Regelmässig nimmt er an Qualitätszirkeln teil. Er gehörte zu den Ersten, die in einem Ärztenetzwerk mitmachten. Wenn er aufhört, geht seine Hausarztpraxis zu. Er hat die Hoffnung aufgegeben, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu finden.

Das Schweizer Gesundheitswesen, das keine Beschränkung der ärztlichen Leistungen kennt, ist für branchenfremde Investoren attraktiv.

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