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Kommentar zum Verkauf der PostbankDie Privatisierung der Postfinance droht zu scheitern

Die Postfinance verliert Geld und Kunden. Aber die jetzt geplante Privatisierung bringt keine Rettung.

Die Bank der Post gehört seit Generationen zum Schweizer Alltag.
Die Bank der Post gehört seit Generationen zum Schweizer Alltag.
Foto: Urs Jaudas

Ausgerechnet Simonetta Sommaruga! Ausgerechnet die ehemalige Konsumentenschützerin, der der Service public so am Herzen liegt; ausgerechnet die SP-Magistratin, die sich stets für einen leistungsfähigen Staat einsetzt. Ausgerechnet sie muss in den nächsten Monaten eine Vollprivatisierung der Postfinance ausarbeiten. Die Postfinance soll eine echte Geschäftsbank werden. So soll die Bank gerettet werden, die zwar fast drei Millionen Kunden zählt, aber immer weniger Geld verdient – und deshalb auf ein riesiges Finanzloch zusteuert.

Doch schon heute ist klar: Der Vorschlag des Bundesrats hat kaum eine Chance. Denn der Widerstand ist riesig. Die Kritik kommt aus allen politischen Lagern. SP, Grüne und Gewerkschaften wehren sich lautstark gegen einen Verkauf der Staatsbank; sie wünschen sich stattdessen eine staatliche Klimabank. Der Gewerbeverband und die einflussreichen Kantonalbanken halten es für falsch, dass ein weiterer staatlich gestützter Anbieter in den Hypothekenmarkt drängt. Ja zur Vorlage des Bundesrats sagen hingegen die SVP und die FDP – aber nur, wenn die Bank vollständig privatisiert wird.

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