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Britisches KönigshausDie Queen ändert das Gesetz nach ihrem Gusto

Elizabeth II. hat weit mehr Einfluss auf die Legislative genommen, als bisher bekannt war. Jetzt sind die Briten entrüstet. Oder? Über das komplizierte Verhältnis des Königshauses zur politischen Neutralität.

Ihre klassische Rolle: Elizabeth II. hält zur Parlamentseröffnung ihren «Queen’s Speech» (14. Oktober 2019).
Ihre klassische Rolle: Elizabeth II. hält zur Parlamentseröffnung ihren «Queen’s Speech» (14. Oktober 2019).
Foto: Toby Melville (AP, Keystone)

Es wirkte wie ein Detail am Rande, als der BBC-Korrespondent Frank Gardner im September 2012 erwähnte, Königin Elizabeth II. habe sich in einem privaten Gespräch mit ihm «sehr enttäuscht» darüber gezeigt, dass der islamistische Hassprediger Abu Hamza al-Masri nicht aus Grossbritannien abgeschoben werden dürfe.

Das Detail zog ein mittelschweres Beben in den Medien nach sich. Am Ende entschuldigte sich die BBC für den «Vertrauensbruch» Gardners. Es war nicht nur einer der sehr seltenen Einblicke in die politischen Ansichten der Queen, sondern auch ein gutes Beispiel dafür, wie ernst man auf der Insel das stillschweigende Abkommen zwischen Berichterstattern und Königshaus nimmt, nichts über die politische Haltung der Monarchin zu veröffentlichen.

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