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Knausern bei den Corona-HilfenDie Schweiz lässt die KMU im Stich

Der internationale Vergleich zeigt: Kaum ein Land zahlt Firmen, die von der Schliessung betroffen sind, so wenig.

Michèle Howald, Unternehmerin: Seit mehr als einem Jahr kann sie ihre zwei Karussells, die Schiessbuden und die Imbisswagen nicht mehr aufstellen. In der Firmenkasse klafft ein Loch von über 100’000 Franken. Der Staat hat sie hängen lassen.
Michèle Howald, Unternehmerin: Seit mehr als einem Jahr kann sie ihre zwei Karussells, die Schiessbuden und die Imbisswagen nicht mehr aufstellen. In der Firmenkasse klafft ein Loch von über 100’000 Franken. Der Staat hat sie hängen lassen.
Foto: Paolo Dutto

Eigentlich ist Michèle Howald eine erfolgreiche Unternehmerin. Zusammen mit ihrem Vater Peter führt sie eine der grössten Schaustellerfirmen in Zürich. Mit einem Dutzend Imbisswagen, zwei Karussells, Büchsenwerfbuden und einem Schiessstand ziehen sie Jahr für Jahr mit sechs Mitarbeitern und bis zu dreissig Aushilfen quer durch die Schweiz.

Doch dann kam die Pandemie und mit ihr die Verzweiflung. Um zu zeigen, was das Corona-Jahr für ihr Unternehmen bedeutet, gibt Howald Einblick in ihre Buchhaltung: Der Umsatz ist im vergangenen Jahr von 1,9 Millionen Franken auf 95’000 Franken eingebrochen. Damit konnten Vater und Tochter nicht einmal einen Bruchteil der Fixkosten von 600’000 Franken decken. Allein die Mietkosten für ihre Hallen betragen 200’000 Franken.

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