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Entscheid im Fall MagnitskiNeuer Ermittlungsflop von Bundesanwalt Lauber

In einem aufsehenerregenden internationalen Betrugsfall stirbt ein Russe unter ungeklärten Umständen. Jetzt will die Bundesanwaltschaft den Fall einstellen – und gibt den Verdächtigten Millionen zurück.

Ein Porträt von Sergei Magnitski, gehalten von seiner Mutter. Die Verantwortlichen für Steuerbetrug und den gewaltsamen Tod des russischen Wirtschaftsprüfers müssen nun keine Schweizer Ermittlungen mehr fürchten.
Ein Porträt von Sergei Magnitski, gehalten von seiner Mutter. Die Verantwortlichen für Steuerbetrug und den gewaltsamen Tod des russischen Wirtschaftsprüfers müssen nun keine Schweizer Ermittlungen mehr fürchten.
Foto: Alexander Zemlianichenko (AP)

Am 16. November 2009 starb Sergei Magnitski in einem Moskauer Gefängnis. Die Todesursache ist bis heute ungeklärt. Dem 37-Jährigen wurde medizinische Hilfe verweigert, möglicherweise wurde er auch zu Tode geprügelt. Magnitski war Wirtschaftsprüfer, der einen mutmasslichen Steuerbetrug aufgedeckt hatte, bei dem ein kriminelles Netzwerk dem russischen Staat 230 Millionen Dollar entzogen und – via Briefkastenfirmen – auf Bankkonten im Westen transferiert haben soll. Unter anderem auch auf Bankkonten in der Schweiz.

Doch Magnitskis Abklärungen störten offenbar hohe Kreise in Politik und Exekutive: Er wurde selbst verhaftet und starb kurz vor Ende der einjährigen Untersuchungshaft.

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