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Interview mit Epi­de­mio­lo­ge«Die Schweiz steht kurz vor einer dritten Welle»

Der Bundesrat dürfe die Fehler von der zweiten Welle nicht wiederholen, sagt Peter Jüni. Er warnt davor, jetzt die Massnahmen zu lockern.

«Bei der zweiten Welle hat der Bundesrat viel zu zögerlich eingegriffen», sagt der Schweizer Epidemiologe Peter Jüni.
«Bei der zweiten Welle hat der Bundesrat viel zu zögerlich eingegriffen», sagt der Schweizer Epidemiologe Peter Jüni.
Foto: PD

Peter Jüni kennt die Corona-Situation von zwei Ländern sehr genau. Der Schweizer ist wissenschaftlicher Direktor der Covid-19-Taskforce der Regierung Ontarios, der mit 14,7 Millionen Einwohnern bevölkerungsstärksten Provinz Kanadas. Bevor er 2016 Epidemiologie-Professor an der Universität Toronto wurde, forschte und lehrte er viele Jahre an der Universität Bern, zuletzt als Direktor des Instituts für Hausarztmedizin. Bekannt wurde Jüni vor rund 15 Jahren, als er im Zusammenhang mit dem Vioxx-Skandal dem Pharmahersteller MSD nachwies, dass offensichtliche Herzinfarktrisiken schon jahrelang hätten erkannt werden sollen.

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