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Kommentar zur VerhüllungsinitiativeDie seltsame Solidarität der Linken mit der Geschlechter-Apartheid

Die Unterdrückung von Schwarzen in Südafrika wurde verabscheut. Die Unterdrückung von Frauen durch die Burka sei jedoch Kultur und Tradition. Das geht nicht auf.

Die Welt durch ein Stoffgitter wahrnehmen zu müssen – für manche Linke ein Zeichen der «Freiheit».
Die Welt durch ein Stoffgitter wahrnehmen zu müssen – für manche Linke ein Zeichen der «Freiheit».
Foto: Getty Images

Burka und Nikab sind Instrumente, mit denen Männer Macht ausüben. In Ländern wie Saudiarabien werden Frauen gegängelt und erniedrigt; ihnen werden fundamentale, universell geltende Menschenrechte entzogen. Wenn sie sich gegen die männliche Vormundschaft wehren und frei sein möchten, landen sie im Gefängnis.

Es handelt sich dabei um eine Art Geschlechter-Apartheid – die nach demselben Prinzip funktioniert wie damals in Südafrika. Auch dort wurde eine ganze Bevölkerungsgruppe entrechtet. Schwarze durften sich nur in bestimmten Bereichen von Parks aufhalten und mussten separate Hauseingänge benutzen. Wer sich gegen die Vorherrschaft der Weissen wehrte, kam ins Gefängnis. Die Zweiklassengesellschaft war damals genauso unübersehbar, wie sie es heute in Saudiarabien ist.

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