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Linke Bodenoffensive in ZürichDie SP bricht ein Tabu und nimmt teure städtische Wohnungen in Kauf

Weil Private mehr bauen als die Genossenschaften, will die SP 500 Wohnungen pro Jahr kaufen – auch zu hohen Preisen.

Grosse Projekte wie die neue Siedlung Hornbach im Seefeld kann die Stadt nur selten eröffnen.
Grosse Projekte wie die neue Siedlung Hornbach im Seefeld kann die Stadt nur selten eröffnen.
Foto: Sabina Bobst

Man kann an der Prognose herumschräubeln, wie man will: Es sieht nicht gut aus.

Zwei Szenarien, wie sich der Anteil an gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt Zürich entwickeln könnte, hat SP-Gemeinderat Florian Utz berechnet. Im optimistischen Modell stagniert der Anteil, im pessimistischen nimmt er ab. Der Stadtrat kommt zu einem ähnlichen Befund.

Diese Prognose drängt die linksgrünen Parteien zum Handeln, wenn sie nicht am eigenen Versprechen scheitern wollen. Als Gegenmittel will die SP sehr viel Geld einsetzen.

Das Tempo reicht nicht

Der Anteil gemeinnütziger Wohnungen ist eine Art Urmeter, nach der sich die Zürcher Bodenpolitik ausrichtet. Seit knapp zehn Jahren steht das «Drittelsziel» in der Stadtverfassung. 76 Prozent der Abstimmenden sagten Ja zur Forderung, dass bis 2050 ein Drittel aller Stadtzürcher Wohnungen gemeinnützigen Organisationen gehören müssen also solchen, die keinen Gewinn damit machen. Dazu zählen Genossenschaften, die Stadt Zürich und verschiedene Stiftungen.

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