Zum Hauptinhalt springen

Kommentar zum Tempo-30-ZoffDie Stadt muss nun endlich einen Beschluss fassen

Die Stadtregierung schiebt den Tempo-30-Entscheid vor sich her. Das ist schlechte Werbung für sich selbst.

Der letzte Tempo-30-Wurf des Stadtrats: Die erste «Tempo 30 bei Nacht» im Zürcher Seefeld.
Der letzte Tempo-30-Wurf des Stadtrats: Die erste «Tempo 30 bei Nacht» im Zürcher Seefeld.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Es erstaunt, wie ratlos der Stadtrat in der Tempo-30-Frage wirkt. Dabei wäre auf den ersten Blick für ihn alles so einfach: Der Bund verpflichtet die Stadt, den Strassenlärm zu senken. Die Gerichte stützen das. Tempo 30 ist dafür die effizienteste Methode und passt zum politischen Programm von Links-Grün. Deren Mehrheit ist übermächtig – im Gemeinderat und im Stadtrat. Also: Weg frei für ruhigere Strassen mit Tempo 30. Weg frei für die durch den Lärm blockierten Bauprojekte. (Lesen Sie hier mehr dazu.)

Die Realität ist etwas komplizierter. Die Trams und Busse der VBZ stehen der für die Linke vermeintlichen einfachen Lösung im Weg. Auch sie müssten bei Tempo 30 abbremsen, was gemäss der VBZ entweder einen Angebotsabbau oder hohe Folgekosten mit sich bringen würde, wenn man Fahrplan und Kapazität aufrechterhalten möchte. Die Attraktivität des ÖV könnte sinken, das will angesichts der Klimaziele niemand – dieser muss die Stadt Sorge tragen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.