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Bald wieder Flanieren am SeeZürich öffnet die Seeufer wieder – aber nicht sofort

Seit Mitte März ist die Seepromenade abgesperrt. Die ersten Spaziergänge am rechten Seeufer entlang sind aber erst in einer Woche möglich.

Bald wieder zugänglich: Die Promenade am Zürichsee-Ufer.
Bald wieder zugänglich: Die Promenade am Zürichsee-Ufer.
Foto: Keystone

Der Druck auf die Zürcher Sicherheitsvorsteherin hat mit jedem Tag der Sperrung des Seeufers zugenommen. Jetzt hat sie entschieden, die Seepromenade wieder zu öffnen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Aber nicht sofort: Die Flaniermeile vom Utoquai bis zum Hornbach, die Blatterwiese und der Obere Letten werden erst am 6. Juni wieder für die Bevölkerung freigegeben.

Wieso tut die Stadt dies nicht schon früher, bereits ab Samstag dürfen sich wieder Gruppen bis zu 30 Personen in der Öffentlichkeit treffen? «Am 6. Juni soll alles aufgehen, so will es der Bundesrat. Die Sicherheitsvorsteherin folgt dieser Logik», sagt Mathias Ninck, Sprecher des Sicherheitsdepartements. Auch nach der Öffnung würden die Abstands- und Hygieneregeln des Bundes weiter gelten. Die Stadtpolizei hat die Aufgabe, diese durchzusetzen. «Ihr Arbeit wird damit sicher nicht einfacher», sagt Ninck.

Die Sperrung war politisch umstritten. Schon vor Wochen forderten die Freisinnigen und die Grünen die Öffnung. An den wenigen Stellen, an denen der See weiterhin zugänglich war, etwa auf der Landiwise und der Saffa-Insel, war entsprechend viel los. Die Stadtpolizei räumte die Wiesen wiederholt, weil sich zu viele Leute auf dem begrenzten Platz tummelten.

Badis gehen wieder auf

Am 20. März hat der Stadtrat als Massnahme im Kampf gegen den Coronavirus mehrere Plätze, Pärke und Flaniermeilen gesperrt. Viele der Parks, wie etwa die Fritschiwiese oder die Bäckeranlage, wurden bereits am 11. Mai wieder geöffnet.

Der Stadtrat hat zudem beschlossen, am 6. Juni auch wieder alle Hallen- und Sommerbäder geöffnet werden. Unter welchen Rahmenbedingungen dies geschehen kann, ist derzeit noch offen. Die Konzepte sind in Bearbeitung.

sip

13 Kommentare
    Andreas Diethelm

    Den Zürcher "Corona-Massnahmen" fehlt es an Kohärenz. Seit drei Monaten sind, wider jeden gesunden Menschenverstand, die Botanischen Gärten geschlossen, ich rede nicht von Gewächshäusern und Cafeteria, sondern von grossen erholsamen Aussenräumen, anderseits dürfen Clubs, tropische Übertragungshotspots, am Samstag wieder öffnen. Dümmer ist gar nicht vorstellbar.